AWARENESS-KONZEPT

Awareness – Was ist das

Der englische Begriff „awareness“ lässt sich mit Bewusstsein übersetzen. Im deutschsprachigen Raum steht der Begriff für eine Haltung und Praxis, die Diskriminierung und (sexualisierter) Gewalt entgegenwirkt und konsensbasiertes Handeln fördert. Awareness hilft also dabei, einen bewussten Umgang mit eigenen Grenzen und Bedürfnissen zu finden und diese ebenso bei anderen wahrzunehmen und einzuhalten. Mehr Informationen dazu findest du z.B. hier* https://initiative-awareness.de/materialien/basic-awareness/

Wir wollen ALLE eine gute gemeinsame Zeit haben und wünschen uns einen Ort an dem sich ALLE respektiert und willkommen fühlen. Dafür achten WIR gemeinsam darauf, einen möglichst diskriminierungsfreien Raum (safe(r) space) zu gestalten & handeln nach diesen Prinzipien:

 

Wir wollen einen Safe(r)-Space schaffen: Wir wünschen uns einen respektvollen Umgang miteinander und wollen einen Ort bilden, an dem du dich wohl und sicher fühlen sollst. Nicht alle Menschen sind mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert, sodass wir keinen garantierten Safe Space für alle kreieren können, aber einen Safer-Space mit unserem Konzept anstreben. Wir sind gegen Ableismus, Antisemitismus, Antimuslimischen Rassismus, Body-Shaming, Faschismus, Queer- & Transfeindlichkeit, Sexismus, Rassismus und alle anderen Formen der Diskriminierung. Wir dulden keine Belästigung, unangebrachten Körperkontakt (auch beim Tanzen), Übergriffigkeit oder Missbrauch jeglicher Art.

NUR JA heißt JA! Handlungen und Gespräche finden nur statt, wenn beide signalisieren, dass sie mit dir sprechen / interagieren möchten. Akzeptiere es, wenn Menschen nicht mit dir interagieren, reden, tanzen, trinken (…) möchten. Wir dulden keine Belästigung, ungefragten Körperkontakt (auch beim Tanzen), Übergriffigkeit oder Missbrauch jeglicher Art.

Passt gegenseitig auf euch auf! Hilf anderen, aber achte auf deine eigenen Grenzen und hole dir Unterstützung von uns. Dazu gehört auch ein sensibler Umgang mit triggernden Themen, z.B. Konsum, Körper, etc.

Achte auf dein Getränk und einen verantwortungsbewussten Konsum: Wir haben an der Bar kostenlose K.O.-Tropfen Tests & Gehörschutz.

Bitte filme/fotografiere nicht ungefragt fremde Menschen: Versuche dein Handy auf der Tanzfläche in der Tasche zu lassen. Reduziere deine Bildschirmhelligkeit, um andere nicht zu stören. Genieß’ die Zeit ohne Smartphone!

Pronomen, Geschlecht und Sexualität: Nur weil eine Person für dich weiblich/männlich aussieht, heißt es nicht, dass die Person sich auch als das identifiziert. Frage nach mit welchen Pronomen die Person angesprochen werden möchte. Frag z.B. nicht, ob sie vor der richtigen Toilette stehen.

Fühlst du dich bedrängt? Fühlst du dich nicht wohl? Du brauchst einen Rückzugsort und möchtest aus einer Situation raus? Dann kannst du dich jederzeit wenden an:

  • Deine Mitmenschen: Sprich andere Klubgänger*innen an und bitte sie um Hilfe. 

  • Unser Bar-Personal: Melde dich jederzeit an der Bar, an der Garderobe oder bei Personen mit Leuchtarmband (Awareness Person). Sie hören dir zu, und versuchen dich betroffenenorientiert zu unterstützen, wie du es möchtest. Falls du unauffällig Hilfe benötigst, frage an der Bar: “Ist Luisa hier?”

  • Das Awareness-Team: Bei Fremdveranstaltungen stellen die Veranstaltenden wie z.B. Kollektive, Fachschaften häufig zusätzlich Awareness Teams, die oft durch Westen, Lichterketten oder anderen Auffälligkeiten gekennzeichnet sind.

  • Unsere Security: Bei einigen Veranstaltungen steht die Security vorne am Eingang und läuft ggf. durch das Polyester. Du erkennst sie an den Jacken und der Aufschrift „Security“. Security und Awareness arbeiten zusammen und ergänzen sich. Wenn du unsicher bist, sprich immer eine Awareness Person an.

  • Der Awareness-Raum bietet Dir die Möglichkeit, in Begleitung von einer Awareness Person (Leuchtarmband) Ruhe zu finden. Bitte nehmt das Angebot ernst und nutzt diesen Raum nicht als “reine Ausnüchterungszelle”.

WIR hören DIR zu. Wir handeln betroffenenorientiert. DU musst dich nicht erklären oder rechtfertigen. Nichts ist “nicht schlimm genug”, oder “egal”. Zögere nicht uns anzusprechen 🙂

Falls dir nicht danach ist, siehst du hier eine Auswahl an Hilfsangeboten:

  • Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ – 116 016 ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben. Unter der Nummer 116 016 und via Online-Beratung unterstützen wir Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne Behinderung – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Auch Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte beraten wir anonym und kostenfrei. Infos: https://www.hilfetelefon.de/

  • Das Heimwegtelefon – 030 12074182 (deutschlandweit) ist ein Service bei dem Du nachts anrufen kannst, wenn Du Dich auf dem Heimweg unwohl fühlst. Du wirst dann von einem*einer Ehrenamtlichen am Telefon bis nach Hause begleitet.  Es gelten die Telefongebühren deines Mobilfunkanbieters für einen Anruf in das deutsche Festnetz.

Sonntag – Donnerstag: 21 – 24 Uhr, Freitag & Samstag 21 – 03 Uhr

Infos: https://heimwegtelefon.net/

  • Hilfetelefon Sexueller Missbrauch – 0800 22 55 530 Das Hilfe-Telefon berät anonym, kostenfrei, mehrsprachig und in Gebärdensprache. Nicht besetzt an bundesweiten Feiertagen und am 24. und 31. Dezember. Außerhalb unserer Telefonzeiten können Sie uns eine Nachricht schreiben.

Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr; Di, Do: 15.00 bis 20.00 Uhr.

Infos: https://www.hilfe-portal-missbrauch.de/hilfe-telefon

  • Wildwasser Oldenburg – Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt Wir beraten betroffene Mädchen, Frauen, trans, inter und nicht-binäre Personen sowie deren private und soziale Bezugspersonen (hier auch Männer) aus der Stadt Oldenburg und aus den Landkreisen Oldenburg und Ammerland.

Ohne vorherige Terminvereinbarung: mittwochs: 16:30–17:30 Uhr in unserer Fachberatungsstelle: Wildwasser Oldenburg e. V., Lindenallee 23, 26122 Oldenburg. Infos: https://www.wildwasser-oldenburg.de/Start/

 

  • Suse-hilft.de – https://www.suse-hilft.de/de/ Frauen und Mädchen mit Behinderungen erleben oft Gewalt. Hier finden Sie Fachleute und Hilfe in ganz Deutschland. Wenn Sie Gewalt erlebt haben oder sich schützen wollen. Hier gibt es auch viele Infos in schwerer und Leichter Sprache und in DGS.

  • Psychosozialer Krisendienst Oldenburg: 0441 235-8626 oder 0177 6458668

  • Fachstelle Sucht – Diakonisches Werk Oldenburg Suchthilfe gGmbH: Ofener Str. 20, 26121 Oldenburg; Telefon: 0441 – 3615596-0

  • Drogenberatung Rose Oldenburg – Fachstelle für Sucht und Suchtprävention: Am Schießstand 34, 26122 Oldenburg; Telefon: 0441 83500; E-Mail: oldenburg@ps-nds.de ; Offene Sprechstunde: Montag: 17 – 19 Uhr; Donnerstag: 14 – 16 Uhr Infos: https://paritaetische-suchthilfe-nds.de/einrichtungen/beratung-praevention/drogenberatung-rose-oldenburg/

Um den Polyester Klub zu einem diskriminierungssensiblen und achtsamen Raum zu machen, beachte bitte unsere Hausregeln, denen du mit Betreten des Polyesters zustimmst.

** Wir machen alle Fehler. Wir befinden uns im Prozess und freuen uns über Kritik. Schreib’ uns gern per Mail (info@polyester-klub.de) oder Instagram (@klubpolyester) oder sprich uns einfach an, wenn dir etwas fehlt, damit du dich bei uns wohlfühlen kannst. Uns ist bewusst, dass wir kein diskriminierendes Verhalten verhindern können und kein perfektes Awareness Konzept aufstellen können. Wir möchten aber gemeinsam versuchen, einen möglichst diskriminierungsfreien Ort zu schaffen. Jeder Verstoß führt zum Ausschluss aus der Veranstaltung und bringt ggf. weitere Konsequenzen (z.B. Hausverbot) mit sich.

*Weitere Informationen zu Awareness findest du hier:

https://diversity-arts-culture.berlin/diversity-arts-culture/woerterbuch

https://initiative-awareness.de/materialien/basic-awareness/

 

AWARENESS CONCEPT

AWARENESS CONCEPT 

 

Awareness — what it is: The English term “awareness” can be translated as consciousness. In German‑speaking contexts the term refers to an attitude and practice that counters discrimination and (sexualized) violence and promotes consent‑based behaviour. Awareness therefore helps people become conscious of their own boundaries and needs and to perceive and respect those of others. You can find more information, for example, here*: https://initiative-awareness.de/materialien/basic-awareness/

We want EVERYONE to have a good time together and wish to create a place where EVERYONE feels respected and welcome. To that end we jointly work to shape a space with as little discrimination as possible (a safe(r) space) and act according to these principles:

We want to create a safe(r) space: We expect respectful interactions and want to build a place where you should feel comfortable and safe. Not everyone faces the same challenges, so we cannot guarantee a Safe Space for everyone, but we aim for a Safer Space with our awareness concept. We are against ableism, antisemitism, anti‑Muslim racism, body‑shaming, fascism, queer‑ and transphobia, sexism, racism and all other forms of discrimination. We do not tolerate harassment, inappropriate physical contact, assault or abuse of any kind.

ONLY YES means YES! Actions and conversations only happen when both people signal that they want to speak/interact with each other. Accept it if people do not want to interact, talk, dance, drink (…) with you. We do not tolerate harassment, uninvited physical contact (including when dancing), assault or abuse of any kind.

Look out for each other! Help others, but pay attention to your own limits and use support from our team. This also includes being sensitive about triggering topics, e.g., substance use, bodies, etc.

Watch your drink and consume responsibly: We provide free “K.O.”-drug test strips and ear protection at the bar.

Please do not film/photograph other people without their consent: Try to keep your phone in your pocket on the dancefloor. Lower your screen brightness so you don’t disturb others. Enjoy the time without a smartphone!

Pronouns, gender and sexuality: Just because someone looks female/male to you doesn’t mean they identify that way. Ask which pronouns the person wants to be addressed with. For example, do not ask whether they are in front of the “right” toilet.

Do you feel pressured? Uncomfortable? Need a place to calm down or want to get out of a situation? You can always talk for help to:

  • Other people around you: Ask fellow clubgoers for help.

  • Our bar staff: Contact the bar, the cloakroom, or people wearing a glowing armband (Awareness Person). They will listen and try to support you as you wish. If you need discreet help, ask at the bar: “Is Luisa here?”

  • The awareness team: At external events, organisers such as collectives or student bodies often provide additional awareness teams, usually marked with vests, fairy lights or other noticeable signs.

  • Our security: At some events security is stationed at the entrance and may patrol the Polyester. You can recognise them by jackets labeled “Security.” Security and Awareness work together and complement each other. If you are unsure, always speak to an Awareness Person.

  • The awareness room offers you the opportunity to find calm in the company of an Awareness Person (glowing armband). Please take the offer seriously and do not use this room as a “sober‑up cell” only.

WE listen to YOU. We act in a victim‑centred way. YOU do not have to explain or justify yourself. Nothing is “not bad enough” or “whatever.” Do not hesitate to approach us 🙂

If you prefer not to speak to us, here is a selection of support services:

  • Helpline “Violence against Women” — 116 016
    A nationwide counselling service for women who have experienced or are experiencing violence. By phone at 116 016 and via online counselling we support survivors of all nationalities, with and without disabilities — 365 days a year, around the clock. Relatives, friends and professionals are advised anonymously and free of charge. Infos:
    https://www.hilfetelefon.de/

  • Heimwegtelefon — Tel.: 030 12074182 (nationwide)
    A service you can call at night if you feel unsafe on your way home. A volunteer will stay on the phone with you until you are home. Standard phone charges to the German landline apply. Sunday–Thursday: 21:00–24:00, Friday & Saturday: 21:00–03:00. Infos:
    https://heimwegtelefon.net/

  • Wildwasser Oldenburg — Specialist counselling centre against sexualised violence
    We advise affected girls, women, trans, inter and non‑binary people as well as their private and social contacts (including men) from the city of Oldenburg and the districts of Oldenburg and Ammerland. Without prior appointment: Wednesdays 16:30–17:30 at Wildwasser Oldenburg e. V., Lindenallee 23, 26122 Oldenburg.
    https://www.wildwasser-oldenburg.de/Start/

  • Helpline Sexual Abuse — 0800 22 55 530
    Mon, Wed, Fri: 09:00–14:00; Tue, Thu: 15:00–20:00. The helpline provides anonymous, free, multilingual and sign‑language counselling. Not staffed on national holidays and on Dec 24 and 31. https://www.hilfe-portal-missbrauch.de/hilfe-telefon 

  • Suse‑hilft.de — For women and girls with disabilities who experience violence; offers specialists and help throughout Germany, information in plain language and sign language.

  • Men’s helpline — 0800 12399000; more info online https://www.maennerhilfetelefon.de/

  • Männersache” counselling centre Oldenburg: https://www.maennersache-ol.de/ 

  • Psychosocial crisis service Oldenburg: 0441 235‑8626 or 0177 6458668. 

  • IBIS e.V. — Anti‑discrimination centre City of Oldenburg: https://ibis-ev.de/antidiskriminierungsstelle-stadt-oldenburg/ 

  • AIDS‑Hilfe Oldenburg — phone during opening hours: 0441‑14500. https://www.aidshilfe-oldenburg.de/de 

  • NA UND — Queer Peers counselling group. http://www.naund-oldenburg.de/gruppen/queer-peers-beratungsruppe/ 

  • Addiction counselling — Diakonisches Werk Oldenburg Suchthilfe gGmbH: Ofener Str. 20, 26121 Oldenburg; Tel: 0441‑3615596‑0.

  • Drug counselling Rose Oldenburg — Specialist centre for addiction and prevention: Am Schießstand 34, 26122 Oldenburg; Tel: 0441‑83500; Open hours: Mon 17:00–19:00; Thu 14:00–16:00. https://paritaetische-suchthilfe-nds.de/einrichtungen/beratung-praevention/drogenberatung-rose-oldenburg/

To make Polyester Klub a discrimination‑sensitive and mindful space, please observe our house rules, which you agree to by entering Polyester.

*** We all make mistakes. We are a work in progress and welcome criticism. Write to us by email (info@polyester-klub.de) or Instagram (@klubpolyester) or speak to us if something is missing so you can feel comfortable here. We are aware we cannot prevent all discriminatory behaviour and cannot create a perfect awareness concept. Still, we want to try together to create as non‑discriminatory a place as possible. Any violation leads to exclusion from the event and may carry further consequences (e.g., a ban from the venue).***

*Further information on awareness can be found here:

https://diversity-arts-culture.berlin/diversity-arts-culture/woerterbuch

https://initiative-awareness.de/materialien/basic-awareness/